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Archive for Februar 2nd, 2008

Pilzinfektionen

Pilzinfektionen (med.: Mykosen), Infektionskrankheiten durch humanpathogene Pilze, treten als Hautmykosen, primäre Systemmykosen (außerhalb Mitteleuropas) und opportunistische Mykosen bei immungeschwächten Patienten auf.

Von den etwa 100.000 bekannten Pilzarten können etwa 100 Arten Erkrankungen beim Menschen auslösen (humanpathogene Pilze). Sie sind meist weltweit verbreitet und nicht selten Bestandteil der normalen körpereigenen Flora. Eine Ausnahme bilden die Erreger der primären Systemmykosen, die nur in einigen, eng umrissenen Gebieten außerhalb Mitteleuropas vorkommen.

Hautmykosen

Erreger der Gattungen Microsporum, Epidermophyton und Trichophyton befallen Haut, Haare und Nägel. Die vielleicht häufigste Erkrankung überhaupt ist der Fußpilz (Tinea pedis), jeder dritte Deutsche ist betroffen. Mitunter sind diese Erkrankungen hartnäckig, nehmen aber bei Gesunden selten bedrohliche oder gar lebensgefährliche Ausmaße an. Die Therapie erfolgt mit lokalen Antimykotika, bei Erkrankungen von Haaren und Nägeln ist oft auch eine systemische orale Therapie (mit Tabletten) erforderlich.Candida albicans, ein Hefepilz, verursacht Infektionen der Vagina und die Windeldermatitis sowie den Soor (Candida-Infektion der Mundschleimhaut) beim Säugling.

Primäre Systemmykosen

Hierzu zählen die Histoplasmose, die nord- und südamerikanische Blastomykose und die Kokzidiodmykose. Bei diesen P. kommt es immer primär zu einer Infektion der Lunge, Streuung in andere Körperregionen ist möglich.

Opportunistische Mykosen

Patienten, deren Immunsystem durch eine Krankheit wie AIDS geschwächt ist, erkranken an P. mit Pilzarten, die üblicherweise nicht krankmachend sind. Bei Infektionen mit anderen, sonst nur milde schädigenden Arten weiten sich die P. weit über das übliche Maß aus. So ist eine generalisierte Infektion der Speiseröhre mit Candida albicans typisch für das Vollbild von AIDS. Diabetes, eine Strahlen- oder Chemotherapie gegen Krebsleiden, eine langfristige hochdosierte Therapie mit Kortison oder Antibiotika können ebenfalls opportunistische P. begünstigen.

Systemmykosen (P. mit Befall innerer Organe) werden immer mit systemischen Antimykotika (als Tablette oder Injektion) behandelt.

Medical Guide.de: Pilzinfektionen

DermIS: Tinea corporis – Abbildungen zu Pilzinfektionen der Haut

Onychomykose – Abbildungen zu Pilzinfektionen der Nägel auf DermIS

Abbildungen zu Blastomykose auf DermIS

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Notruf

Notruf, Mitteilung eines Notfalls an eine Hilfsstelle (Polizei, Rettungsdienst oder Feuerwehr etc.).

In Deutschland ist die Polizei bundesweit über die Telefonnr. 110, die Feuerwehr und der Rettungsdienst über 112 zu erreichen. Der Rettungsdienst ist in einigen Regionen auch über die 19 222 zu verständigen.

Mittlerweile ist es in allen Staaten der EU mit Ausnahme Bulgariens möglich, über die Notrufnummer 112 Hilfe zu erhalten.

Bei einem N. gilt die 5-W-Regel: Wo ist der Notfall genau? Was ist geschehen? Wie viele Personen sind verletzt? Welcher Art sind die Verletzungen? Warten auf Rückfragen! (Nicht auflegen, bevor die Hilfsstelle das Gespräch beendet!).

International gültige Seenotsignale sind z. B. der Dauerton mit der Schiffssirene, das Senden von Morsezeichen für SOS (Save Our Souls), das Wort Mayday im Funkverkehr.

Jede Art von Zeichen, sechsmal pro Minute mit einer Minute Pause und anschließender Wiederholung gilt als alpines Notsignal.

Deutsches Ärzteblatt vom 11.2.2008: „Erster europäischer Notruf-Tag: Deutsche zu wenig informiert“

DRK zum Thema Notruf

Notruf.de mit Telefonnummern des Giftnotrufs etc.

Süddeutsche Zeitung vom 25.02.2008: Die 112 funktioniert nun überall in Europa

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