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Archive for Februar 3rd, 2008

Schon seit längerem ist bekannt, dass süße Limonaden eine Menge Fruchtzucker enthalten. Bekannt ist auch, dass Fruchtzucker die Konzentration von Harnsäure im Blut ansteigen lässt. Noch nicht untersucht wurde bisher die Frage, ob Limonade auch wirklich die Gicht fördert.

Wir empfehlen unseren Patienten mit erhöhten Harnsäurewerten heute in der Regel eine purin- und alkoholarme Diät. So sollten z.B. Hülsenfrüchte und Fleisch – besonders Niere, Leber und andere Innereien – gemieden oder zumindest reduziert werden. Über süße Limonaden haben wir nicht gesprochen.

Müssen wir aber ab sofort. Den Grund liefert eine Untersuchung von Hyon K Choi vom Arthritis Research Centre of Canada in Vancouver und Gary Curhan von der Harvard Medical School in Boston, USA. Ihre Untersuchung wurde am 31. Januar 2008 von der angesehenen englischen medizinischen Fachzeitschrift British Medical Journal veröffentlicht.

Die Forscher analysierten die Daten von 46 393 Männern aus der seit 1986 laufenden health professionals follow-up study ohne Gicht in der Vorgeschichte und beobachteten, wie oft diese in einem Zeitraum von 12 Jahren einen Gichtanfall entwickelten. Sie setzten dies in Verbindung mit dem durchschnittlichen Konsum von mit Zucker gesüßter Limonade. Sie kamen dabei zu dem Ergebnis, dass ein Glas Softdrink am Tag das Risiko für Gicht um 45 % erhöht, bei zwei und mehr Gläsern um mehr als 85 %!.

Diätlimonaden, also mit Süßstoff gesüßte Softdrinks, erhöhen das Risiko nicht.

Die Studie mit dem Titel: Soft drinks, fructose consumption, and the risk of gout in men: prospective cohort study im Britisch Medical Journal online, englisch

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