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Archive for Februar 14th, 2008

12 gesunde junge Männer und acht gesunde junge Frauen mussten – im Dienste der Wissenschaft – das Experiment des Regisseurs Morgan Spurlocks („Supersize me„) wiederholen.

Im schwedischen Linköping instruierte der Leberspezialist Stergios Kechagias und seine Mitarbeiter die Freiwilligen, vier Wochen lang zusätzlich zur gewohnten Kost zwei Fast Food-Mahlzeiten einzunehmen. Gleichzeitig sollten sie ihre Bewegung auf weniger als 5000 Schritte am Tag reduzieren. Das Team wollte herausfinden, wie sich diese Überernährung auf die Leberwerte auswirkte. Dazu wurden die 18 „Supersizer“ mit einer ebenso großen Kontrollgruppe verglichen, die ihren bisherigen Lebensstil fortsetzten.

Die Teilnehmer der Versuchsgruppe nahmen im Durchschnitt um 6,5 kg zu, die Werte für das Leberenzym GPT (ALT) vervierfachten sich. Bei 11 der 18 Versuchspersonen überstiegen die Leberwerte die Normalbereiche. Die Leberwerte der Kontrollgruppe blieben unverändert normal.

Die Untersucher schlussfolgern, dass außer dem Alkoholkonsum auch Überernährung als Ursache für Leberschäden, insbesondere die Entwicklung der Fettleber, in Betracht gezogen werden muss.

Quelle: Stergios Kechagias, Åsa Ernersson, Olof Dahlqvist, Peter Lundberg, Torbjörn Lindström, and Fredrik H Nystrom

Fast food based hyper-alimentation can induce rapid and profound elevation of serum alanine aminotransferase in healthy subjects

Gut, Feb 2008; doi:10.1136/gut.2007.131797

Zusammenfassung in Englisch als online Vorabveröffentlichung auf der Homepage der Zeitschrift „gut“

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Akute schwere Herzattacken wie Herzinfarkte und bedrohliche Angina pectoris Anfälle traten im ersten Jahr nach Einführung der öffentlichen Rauchverbote Anfang 2005 in Italien deutlich weniger auf als in den fünf Jahren zuvor.

Zu diesem Ergebnis kam eine Studiengruppe des Istituto Superiore di Sanità, der führenden Institution auf dem Gebiet der öffentlichen Gesundheit in Italien. Die Untersuchung wurde im amerikanischen Fachblatt Circulation veröffentlicht. (2008; doi: 10.1161/CIRCULATIONAHA.107.729889).

Am meisten profitierte die Gruppe im Alter zwischen 35 und 64 Jahren: Hier sank die Anzahl akuter Koronarereignisse um 11,5 % im Jahr 2005 (verglichen mit dem Durchschnittswert der Jahre 2000 bis 2004).

Zusammenfassung der Studie durch die American Heart Association (AHA), online am 11.1.2008 veröffentlicht

Zusammenfassung im Deutschen Ärzteblatt, online am 12.2.2008 veröffentlicht

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