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Archive for April 2008

Eine Entzündung des Herzmuskels kann eine Vielzahl von Ursachen haben: Am häufigsten in unseren Breiten sind Virusinfekte. Die Symptome reichen von leichtem Unwohlsein bis hin zum Herzversagen, das nur noch durch eine Herztransplantation zu beherrschen ist; gelegentlich ist die Myokarditis auch die (unerkannte) Ursache eines plötzlichen Herztodes. Wegen der vielfältigen Symptomatik ist die genaue Häufigkeit der M. unbekannt, Statistiken aus den USA fanden in 1 bis 1,5 % der Fälle eines plötzlichen Herztodes eine Myokarditis als Ursache.

Viren, Bakterien, Rheuma und Medikamente

In vermutlich rund 50 % der Fälle tritt eine Myokarditis im Gefolge eines Virusinfektes, z.B. der Atemwege auf. Häufig wird der Coxsackievirus Typ B gefunden, aber auch Grippe-, Ebstein-Barr-, Herpes- und Windpocken (Varizella-Zoster) – Viren werden als Ursache nachgewiesen. Der HI-Virus, Erreger der Immunschwächekrankheit AIDS, kann sich in manchen Fällen im Herzmuskel vermehren, ohne dass eine Entzündung nachweisbar wäre. (Bisweilen löst aber auch der AIDS-Erreger Entzündungen im Herzmuskel aus.)

Bakterien sind seltener die Ursache: Weltweit am häufigsten kommt es im Rahmen einer Diphterie zu einer Entzündung des Herzmuskels. Aber auch andere Bakterien wie Streptokokken, Staphylokokken, Salmonellen und Brucellen infizieren das Herzmuskelgewebe. Die Chagas Krankheit, die in Südamerika weit verbreitet ist, führt zu einer Myokarditis durch den Einzeller Trypanosoma cruzi. Die durch Zecken übertragenen Borrelien können ebenfalls zum Auslöser werden.

Eine Reihe von Medikamenten kann zu einer Myokarditis durch eine Überempfindlichkeitsreaktion führen, andere führen zu einer direkten Schädigung der Herzmuskelzellen. Kokain, Blei und Arsen sind potentiell auslösende Substanzen.

Bisweilen greifen körpereigene Abwehrzellen den Herzmuskel an: Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis oder die akute Abstoßungsreaktion eines transplantierten Herzens führen zu Entzündungen des Herzmuskels.

Abgeschlagenheit, Luftnot, Muskelschmerzen

Viele Patienten mit einer Myokarditis haben so wenig Beschwerden, dass sie deswegen nicht den Arzt aufsuchen, die Diagnose in diesen Fällen wird dann eher zufällig gestellt. Mehr als die Hälfte alle Patienten berichtet einen abklingenden Virusinfekt. Sie klagen über eine ungewöhnliche Müdigkeit und Schwäche, manchmal auch ungewöhnlich lang anhaltende Muskelschmerzen und eine leichte Atemnot bei Anstrengung. Etwa ein Drittel aller Patienten klagt über Schmerzen im Brustkorb, manchmal sind diese so stark, dass ein Herzinfarkt befürchtet wird. Über Herzklopfen und Herzstolpern wird oft geklagt, manchmal ist sogar eine plötzliche Ohnmacht aufgetreten.

In sehr schweren Fällen besteht heftige Luftnot, der Patient kann nur noch im Sitzen Luft bekommen, an Hinlegen ist nicht zu denken.

Bei Kleinkindern und Säuglingen sind die Symptome oft noch unspezifischer: Manchmal äußert sich die Myokarditis nur durch schlechtes Trinken, Fieber und vielleicht angestrengte oder beschleunigte Atmung. Eine Zyanose (Blaufärbung) der Lippen zeigt einen schweren Verlauf mit Versagen der Pumpfunktion des Herzens an.

Schwierige Diagnose

In den meisten Fällen kann eine Myokarditis nur vermutet, nie so recht bewiesen oder ausgeschlossen werden. Die einzige sichere Methode zum Ausschluss einer Myokarditis ist die Entnahme einer Gewebeprobe aus dem Herzmuskel mit anschließender Untersuchung unter dem Mikroskop. Da dies eine recht eingreifende Untersuchungsmethode ist, wird sie nur in sehr schweren Fällen mit einer rapiden Verschlechterung und schlechtem Ansprechen auf die Therapie durchgeführt.

Die Kernspintomografie des Herzens steht in ihrer Spezifität an zweiter Stelle, ist aber bei weitem noch nicht flächendeckend verfügbar.

Das EKG zeigt Herzrhythmusstörungen und Veränderungen der sog. ST-Strecke, die allesamt auf eine Myokarditis hinweisen, sie aber nicht beweisen können.

Das Echokardiogramm, die Untersuchung des Herzens mit Ultraschall kann abnorme Herzwandbewegungen und eine Verminderung der Herzfunktion zeigen, der Ausschluss einer Myokarditis ist mit diesem Verfahren nicht möglich.

Die Blutwerte zeigen in 60 % der Fälle eine Erhöhung der Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit (BSG) als Anzeichen einer Entzündung, in 25 % der Fälle besteht eine Vermehrung der weißen Blutkörperchen. Troponin T und die Creatininkinase (CK), die bei einem Herzinfarkt den Untergang von Herzmuskelzellen anzeigen, sind bei einer Myokarditis nur in den wenigsten Fällen erhöht.

Behandlung richtet sich nach Symptomen und Ursachen

Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Herzmuskelschädigung. In leichten Fällen reicht körperliche Ruhe bis zum Verschwinden der EKG-Veränderungen. Bei gravierenden Herzrhythmusstörungen ist eine Monitorüberwachung im Krankenhaus erforderlich. Kann das Herz nicht mehr richtig pumpen, tritt also eine Herzinsuffizienz auf, so wird diese medikamentös mit wassertreibenden Mitteln, ACE-Hemmern, Betablockern etc. behandelt. In sehr kritischen Fällen ist intensivmedizinische Behandlung, manchmal sogar eine Herztransplantation erforderlich.

Behandelbare Ursachen werden so weit wie möglich therapiert: Antibiotika bei bakteriellen Infektionen, Giftentfernung bei Vergiftungen und das Abwehrsystem hemmende Mittel (Immunsupressiva) bei rheumatischen Erkrankungen. Die Gabe von Kortison bei bei denen durch Viren bedingten Erkrankungen verschlechterte den Verlauf.

Prognose: Myokarditis ist oft eine ernste Erkrankung

Bei Patienten mit einer Herzinsuffizienz hängt die Prognose vom Ausmaß der erhaltenen Pumpfunktion ab. Etwa die Hälfte der Patienten verbessert sich unter der Therapie, ein Viertel kann lediglich stabilisiert werden, bei einem weiteren Viertel verschlechtert sich die Erkrankung zunehmend weiter trotz Therapie.

Chronische Verläufe führen zum Bild der sogenannten dilatativen Kardiomyopathie, einer Erkrankung mit chronischer Schwächung der Herzmuskulatur und Erweiterung der Herzinnenräume.

Insgesamt ist die Beurteilung der Prognose vor allem bei den leichten Fällen sehr schwer, weil viele nicht in ärztliche Behandlung oder in klinische Studien geraten. Die ganz überwiegende Anzahl der leichten Fälle erholt sich sicher vollständig.

Die deutsche Leitlinie der Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie nennt eine Sterblichkeit von 25 % für die Myokarditis im Kindesalter – ein Wert, der sicherlich dazu führen sollte, die Krankheit sehr ernst zu nehmen.

Vorbeugung kaum möglich

Eine echte Vorbeugung gibt es nicht. Mit einem akuten Virusinfekt sollte man sich schonen, es gibt Hinweise darauf, dass körperliche Überanstrengung die Entstehung einer Virusmyokarditis fördert.

Links

emedicine: Myocarditis (engl.)

Circulation 113/Februar 2006: Myocarditis – Current Trends in Diagnosis and Treatment (PDF, Volltext, engl.)

AWMF online: Leitlinie Myokarditis der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie

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Deutsche Patienten gingen in den Jahren 2005 und 2006 nicht seltener zum Arzt als in den Jahren 2000 bis 2003. Jeder Bundesbürger besucht im Durchschnitt zehn Mal pro Jahr eine Arztpraxis, im EU-Durchschnitt 6,8 mal.

Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und die Technische Universität Berlin laut einem Bericht der Wirtschaftswoche vom 19.4.2008 durchgeführt haben.

Der Zweck der zum 1.1.2004 eingeführten Praxisgebühr ist demnach nicht erreicht worden. Mit einer Abschaffung ist dennoch nicht zu rechnen: Immerhin nehmen die gesetzlichen Krankenkassen rund 1,6 Milliarden Euro jährlich mit der Praxisgebühr ein.

Quelle

Witschaftswoche: Praxisgebühr: Erhoffte Wirkung ausgeblieben

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Rund zehn Sekunden bevor der Mensch eine Handlung plant, hat sein Gehirn die Vorbereitung dazu schon begonnen, ohne dass ihm dies bewusst wird.

Unbewusstes im Kernspin sichtbar gemacht

Das ist kurz zusammengefasst das Ergebnis einer Studie, die eine Forschergruppe um John-Dylan Haynes am Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig, der Charité – Universitätsmedizin Berlin sowie des Bernstein Zentrums für Computational Neuroscience Berlin kürzlich durchgeführt haben.

Die Versuchspersonen lagen in einem Kernspintomografen. Sie sollten entweder die rechte oder die linke Hand heben – nach eigener Wahl.

Die Probanden beobachteten bei der Untersuchung eine Abfolge wechselnder Buchstaben. Sie sollten sich den Buchstaben merken, der in dem Moment eingeblendet wurde, in dem sie den Entschluss zum Heben der Hand fassten. Dadurch war es den Wissenschaftlern möglich, festzustellen, zu welchem Zeitpunkt der Versuchsperson ihr eigener Wille bewusst wurde.

Zehn Sekunden vor dem bewussten Entschluss: Das Gehirn hat schon entschieden

Das erstaunliche Ergebnis der Studie: Schon sieben Sekunden vor dem bewussten Entschluss konnten die Forscher Hirnaktivitäten in bestimmen Gehirnzentren feststellen, die der Vorbereitung der Handlung dienen. Da die Kernspintomografie die Aktivität dieser Zentren erst drei Sekunden später nachzuweisen erlaubt, kommt man auf zehn Sekunden Vorlaufzeit.

Ist der freie Wille seit Benjamin Libet tot?

Der amerikanische Physiologe Benjamin Libet kam schon in den 1970er Jahren zu ähnlichen Ergebnissen Nur hatte er keinen Kernspin zur Verfügung, sondern nur ein EEG und die Zeitspanne zwischen erster Hirnaktiviät und bewusstem Entschluss wurde nicht mit sieben sondern nur einer halben Sekunde gemessen.

Die Arbeiten von Libet wurden oft kritisiert und viel diskutiert, aber keiner wagte sich, sie zu wiederholen, zu wiederlegen oder zu bestätigen.

Nicht wenige schlussfolgerten aus den Versuchen Libets, der freie Wille des Menschen existiere in Wirklichkeit nicht, sei nur eine Vorspiegelung des Gehirns.

Weder Benjamin Libet noch sein Kollege John-Dylan Haynes glauben allerdings, dass ihre Experimente die Existenz des freien Willens widerlegen. Immerhin, sagte Libet, wird uns trotz unbewusster Vorbereitung die Handlung vor ihrer Ausführung bewusst und wir können sie daher noch rechtzeitig stoppen. Wenn das Gehirn nicht (auch) unbewusst reagieren würde, wäre es mit der Integration unserer Wahrnehmung und Ausführung unserer Handlungen hoffnungslos überfordert, sagt Haynes.

Dass unser Gehirn unsere Handlungen unbewusst vorbereitet, sei genau besehen keine neue Erkenntnis: Schon seit langem sei klar, daß die Mehrzahl der Sinneseindrücke und alltäglichen Handlungen völlig unbewusst ablaufen.

Libet starb im hohen Alter von 91 Jahren in Kalifornien. Noch ein Jahr vor seinem Tod erklärte er das Bewusstsein zur völlig ungelösten Frage. Am ehesten sei es eine Eigenschaft der belebten Natur, aber wir könnten nicht wissen, wie und warum die Natur diese Eigenschaft hervorbringe – genau so wenig wie wir wissen, warum die Materie Schwerkraft erzeugt.

Links

3Sat.de: Wo ist mein Ich?

Pressemitteilung der Max Planck Gesellschaft: Unbewusste Entscheidungen im Gehirn

Die Zeit.de: Der unbewußte Wille

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Die Hausstaubmilbe, genauer gesagt: der Kot derselben, löst eine Reihe von allergischen Erkrankungen aus, am häufigsten einen allergischen Schnupfen und das allergische Asthma bronchiale.

Viele Milbenallergiker werden von ihren Ärzten ermuntert, die Hausstaubmilbe aus ihrer Wohnung zu vertreiben. Die Matratzen werden in staubdichte Verpackungen gesteckt, Kuscheltiere und Samtvorhänge müssen das Schlafzimmer verlassen, spezielle Staubsauger und auch chemische Methoden werden großflächig eingesetzt.

Eine neu veröffentlichte Übersicht der Cochrane Collaboration zeigt jetzt, dass dieses alles vermutlich verlorene Liebesmüh‘ darstellt.

(Die Cochrane Collaboration ist eine internationale Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, die sogenannte Evidenzbasierte Medizin zu fördern, eine Medizin, die sich auf wissenschaftliche Beweise stützt anstatt auf Mutmaßungen oder Meinungen von Autoritäten.)

Die Cochrane-Autoren sichteten 54 Studien, an denen 3003 Patienten mit allergischem Asthma teilnahmen. Die Qualität der Studien war sehr unterschiedlich, aber keine einzige von ihnen zeigte eine Verbesserung der Lungenfunktion nach Vertreibung oder Verringerung der Hausstaubmilbenbevölkerung in der eigenen Wohnung.

„Wir können zuverlässig schlussfolgern, dass es keinen Grund gibt, für Vakuum-Sauger, spezielle Matratzenbezüge oder Chemikalien Geld auszugeben. Sie sind allesamt unwirksam“, gibt die „Ärztliche Praxis“ heute die Zusammenfassung von Dr. Peter Gotzsche vom Cochrane-Centre in Kopenhagen wieder.

Quelle

Cochrane Database of Systematic Reviews: House dust mite control measures for asthma

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Vitamine sind (immer) gesund

Vitamine sind essentielle Nahrungsbestandteile. Essentiell heißt: Mensch (oder Tier) können diese Stoffe nicht selber produzieren, sondern sie müssen sie mit der Nahrung aufnehmen. Fehlt das Vitamin in der Nahrung, entsteht eine Vitaminmangelkrankheit.

Captain Cook besiegt den Skorbut

Am bekanntesten ist der Skorbut – den Seeleuten fielen die Zähne aus, wenn sie auf den langen Schiffsreisen der beginnenden Neuzeit kein frisches Obst oder Gemüse erhielten. Erst Captain James Cook besiegte den Scorbut mit Sauerkraut, reich an Vitamin C.

Heute steht in jedem Supermarkt ein Ständer, voll mit Multivitaminpräparaten. Vitamine werden dem Essen zugesetzt, man findet es im Müsli, in Bonbons und sogar in Fruchtsäften. Ist diese zusätzliche Zufuhr von Vitaminen gesund? Vermutlich nicht, das sagen die Forschungsergebnisse der letzten Jahre.

Vitamine können Krebs erregen und das Leben verkürzen

In vielen Studien erregten zusätzlich eingenommene Vitamine Krebs und verkürzten das Leben. Nachgewiesen wurden diese negativen Effekte deutlich bei Vitamin A und E, etwas weniger deutlich für das Vitamin C.

Bei nachgewiesenem Vitaminmangel sind Vitamine in Tabletten oder Spritzen natürlich sehr hilfreich. Das Vitamin Folsäure, vor der Schwangerschaft eingenommen, verhindert Mißbildungen beim Neugeborenen, Vitamin D bewahrt den Säugling im sonnenarmen Norden vor der „englischen Krankheit“ (Rachitis) und hilft seiner Großmutter bei der Behandlung ihrer Osteoporose.

Bisher existiert jedoch keine einzige solide wissenschaftliche Studie, die einen gesundheitsfördernden Effekt für zusätzlich eingenommene Vitamine und Selen bei Gesunden zeigt.

Es gibt aber sehr viele, sehr große und sehr überzeugende Studien, die den großen gesundheitsfördernden Effekt von frischem Obst und Gemüse nachweisen konnten.

Also: Obst und Gemüse sind gesund, Vitamine können schaden.

Quellen

Deutsches Ärzteblatt: Vitamin E erhöht Krebsrisiko bei Rauchern

Deutsches Ärzteblatt: Antioxidative Vitamine erhöhen Sterblichkeit

The Cochrane Library: Antioxidant supplements for prevention of mortality in healthy participants and patients with various diseases. Cochrane Database of Systematic Reviews 2008, Issue 2. Art. No.: CD007176. DOI: 10.1002/14651858.CD007176.

(Bilder: Copyright by Manwalk (Multivitaminpillen) und Gabisch (Obstkisten) auf Pixelio.de)

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Die Flut zieht die Kinder

Fast 90 % der Deutschen glauben an die Wirkung des Mondes auf die Krankheiten des Menschen. Ich bin da skeptisch! Besonders hier oben bei mir, an der Nordseeküste, glauben die meisten dass bei Flut mehr Menschen- und Tierkinder als bei Ebbe auf die Welt kommen. Sogar Hebammen glauben das.

Der „Mondforscher“ und Soziologe Dr. Edgar Wunder hat sich die Geburtsbücher der Hebammen an der Nordseeküste angesehen. 1360 Niederkünfte hat er untersucht. Er entdeckte 661 Flutkinder, aber 699 Geburten bei Ebbe!

Und auch andere vermutete Einflüsse des Monds auf die Gesundheit und Krankheit der Menschen werden dem Mond zunehmend abgesprochen. Sogar der Einfluss auf Schlafstörungen wird heutzutage ernsthaft in Frage gestellt.

Das einzige, was dem Mond zu tun bleibt, ist Ebbe und Flut zu machen sowie die Liebespaare in Vollmondnächten zu bescheinen.

Links zum Thema Mond und Gesundheit

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Im ersten Teil war ich ja noch relativ sicher, brauchte nur die Forschungsergebnisse meiner amerikanischen Kollegen berichten. Jetzt geht es an’s Eingemachte – nämlich selbst recherchierte Mythen!

Gurkensalat und Mineralwasser, gemeinsam genossen, können zum Tod durch einen Darmverschluss (Ileus) führen

Mit dieser Meinung bin ich aufgewachsen und viele andere auch. (Nicht nur Meinung – besser: Todesdrohung!)

Ich habe alle mir zur Verfügung stehenden Quellen auf Deutsch und Englisch recherchiert – und keinen Hinweis auf eine Gefahr durch Gurken und Mineralwasser gefunden. Weiß einer meiner Leser mehr?

Ein verschluckter Kirschkern kann zur Blinddarmentzündung (Appendizitis) führen

Copyright by Eden auf ww.pixelio.deIch glaube auch diesen Mythos nicht – und kann auch keine Bestätigung dafür finden. Das im Blinddarm (eigentlich dem Wurmfortsatz, der Appendix des Blinddarms) häufig Fremdkörper lagern, ist unbestritten. Aber gibt es wirklich gesicherte Hinweise darauf, dass diese Fremdkörper Ursache der Appendizitis („Blinddarmentzündung“) sind?

Ein Bismarckhering hilft gegen die Folgen übermäßigen Alkoholkonsums vom Vortag

Der „Kater“ nach einer Feier mit reichlich Alkohol ist wohl (fast) jedem bekannt. Macht man sich auf die Suche nach einer wirklich wissenschaftlichen Erklärung für das Unwohlsein am Morgen danach, fällt man in ein tiefes (wissenschaftliches) Loch. Der Psychiater sieht den Kater womöglich als erstes Zeichen einer Alkoholabhängigkeit an, der Anästhesist sieht nur den Mangel an Salzen (Elektrolyten) und empfiehlt den Bismarckhering.

Um es ehrlich zu sagen: Der Kater ist noch nie wirklich ernster Gegenstand der medizinischen Wissenschaft gewesen. Sowohl Patient als auch Arzt schämen sich, wenn sie ihn haben und deswegen wird er wohl ewig im Bereich der Spekulation verharren. Oder wissen meine Leser mehr?

Mit vollem Bauch soll man nicht schwimmen gehen

Ja und warum nicht? Auch nicht Radfahren, Joggen oder Geschlechtsverkehr haben? Ein Sturz ins kalte Wasser an heißen Tagen oder ein kalter Guss nach der Sauna können den Blutdruck stark erhöhen und Herzkranke dadurch in Gefahr bringen. Aber der volle Bauch? Ich habe keine Begründung gefunden.

Wenn die Haut von Kopf bis Fuß lackiert wird, stirbt man

Und zwar deswegen, weil die Haut „atme“. Tut sie aber nicht – die Atmung, also der Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid geht über die Lunge, die Haut hat damit nichts zu tun. Die Haut schwitzt, um die Temperatur zu regeln – Gase werden über die Lunge und nur über die Lunge ausgetauscht (manchmal auch übelriechende über den Darm).

Und wie überleben die Taucher mit den Neopren-Anzügen?

(Bildnachweis: Bilder teilweise von Pixelio.de. Copyright bei den Fotografen: Wasserrate von hofschlaeger, Herzkirschen von Sonja Winzer, Leckere Gurken von ShoTiMo.)

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Schmerzen im Ellenbogenbereich beim Zufassen mit der Hand, das sind die typischen Beschwerden beim sogenannten „Tennisellenbogen“. Der Schmerz entsteht an der Außenseite des Ellenbogens. Um genau zu sein: der Schmerz sitzt am unteren Ende des Oberarms. Ein deutlicher Druckschmerz fehlt nie.

Die meisten haben noch nie Tennis gespielt

Die meisten Menschen, die an einem Tennisellenbogen leiden, haben noch nie Tennis gespielt. Viel häufiger arbeiten sie als Maurer oder Mechaniker, als Sekretärin oder Friseuse. Auch viele Hobby- Handwerker erkranken an dieser lästigen und schmerzhaften Krankheit.

In der Mehrzahl der Fälle ist eine Überanstrengung der Finger (große Monotonie und Kraftaufwand, ungewohnte Tätigkeit) die Ursache für den Tennisellenbogen. Manchmal entsteht er aber auch ohne jeden ersichtlichen Grund – in solchen Fällen zeigt er bisweilen den Beginn einer Rheuma – Erkrankung an.

Untersuchung

Bei der Untersuchung wird der Patient gebeten, die Hand nach unten fallen zu lassen. Sodann soll er sie gegen den Widerstand des Untersuchers – der den Handrücken nach unten drückt – so weit wie möglich nach oben heben. Dieses Manöver löst den typischen Schmerz an der Außenseite des Oberarms aus.

Der gleiche Schmerz entsteht, wenn man den Patienten bittet, einen Stuhl hoch zu heben oder die gefasste Hand des Untersuchers wie eine Schraube gegen seinen Widerstand nach innen zu drehen.

Eine Röntgenaufnahme des Arms bringt anfangs nicht viel – sie ist meist unauffällig.

Tennisellenbogen können sehr chronische Erkrankungen werden, viele Monate anhalten. Oft zwingt der Tennisellenbogen zum Berufswechsel.

Verwirrende Terminologie

„Außen“ wird in der medizinischen Terminologie „lateral“ genannt. Beim Arm ist die Außenseite die Seite, wo am Unterarm Speiche und Daumen liegen, wenn der Arm locker und unverdreht herunterhängt und die Handflächen nach vorn geöffnet sind, der Daumen also nach außen zeigt und der Kleinfinger zur Hosennaht oder dem Rocksaum.

Innerer und äußerer Epicondylus

Ein Epicondylus ist ein Knochenvorsprung in der Nähe eines Gelenks – am Oberarm gibt es zwei davon: Einen innen (Epicondylus humeri medialis) und einen außen (Epicondylus humeri lateralis).

Entzündung durch Überlastung

Wie so ganz genau ein Tennisellenbogen entsteht, weiß keiner. Viele vermuten eine Entzündung als Ursache.

So kann man den auf den ersten Blick kompliziert aussehenden medizinischen Namen erklären: Zum Epicondylus humeri kommt die Silbe -itis, die eine Entzündung anzeigt. Und da der Tennisellenbogen den äußeren Epicondylus betrifft, heißt die Krankheit folglich Epicondylitis humeri lateralis. (Manchmal ist auch der innere Epicondylus befallen. Dann spricht man vom Golferellenbogen oder der Epicondylitis humeri medialis.)

Die Ärzte, die nicht so ganz an die Entzündung glauben, nennen den Tennisellenbogen auch Epicondylopathia humeri lateralis. Und um die Sache nicht allzu langweilig werden zu lassen, ist auch die Bezeichnung Epicondylitis humeri radialis gebräuchlich. Das „radialis“ bezieht sich auf den Speichenknochen, der auf medizinisch Radius genannt wird. (Der Golferellenbogen liegt dementsprechend an der Seite der Elle, der Ulna und heißt analog Epicondylitis humeri ulnaris.)

Eine Vielzahl von Therapien

Eine Vielzahl von Therapien wird gegen den Tennisellenbogen angeboten. Einige sind in ihrer Wirksamkeit bewiesen, andere beruhen lediglich auf dem Prinzip Hoffnung.

Eine alte Methode: Der gestempelte Strumpf

Eine sehr simple und originelle stammt aus der Nachkriegszeit, wird aber heute kaum noch angewendet. Der Patient wird gebeten, einen Strumpf mitzubringen. Der Arzt streift den Strumpf über die betroffene Hand, klebt den Strumpfsaum mit einer Lage Leukoplast fest und versiegelt den Verschluss mit dem Praxisstempel. Der ungewöhnliche Verband verbleibt ein bis zwei Wochen.

Was das soll? Na ja, der Tennisellenbogen ist eine Überlastungskrankheit – dieser Patient kann seine bestrumpfte Hand bestimmt nicht mehr überlasten! Diese Therapie stammt noch aus einer Zeit, als die Medizin noch viel weniger sprach als heute und dem Arzt nicht widersprochen wurde. Wirksam war sie wohl, das wurde mir oft versichert, in den Zeiten des mündigen Patienten ist sie kaum noch durchführbar.

Ruhigstellungen werden unmodern

Ruhigstellungen kommen überhaupt sehr aus der Mode – der ein- oder zweiwöchige Gipsverband kann heute fast als Kunstfehler gelten – zu häufig treten Komplikationen auf, zu stark wird die Muskulatur geschwächt.

Krankengymnastik und Massage

Krankengymnastik und Massage – Dehnungsübungen und Friktionsmassage, um genau zu sein – erhalten einen zunehmenden Stellenwert. Im Verhältnis zur Spritze dauert es länger, bis sie wirken, aber ihre Wirkung scheint nachhaltiger zu sein.

Kortisonspritze: Schnelle Erleichterung

Eine recht schnelle Erleichterung spürt der Patient, wenn in die schmerzende Region ein Kortisonpräparat, manchmal vermischt mit einem Lokalanästhetikum, gegeben wird.

Die Spritze tut recht weh und die Schmerzen werden in den 24 Stunden nach der Spritze oft schlimmer, aber dann gibt es schlagartige und dramatische Verbesserungen.

Leider kommt es nach den Spritzen oft mehrere Monate später zum Rückfall und eine sehr solide Studie aus Holland zeigte, dass die mit Kortisonspritzen behandelten Patienten nach einem Jahr sich am häufigsten in der Operationsgruppe wiederfanden.

(Das kann natürlich auch daran liegen, dass diese Gruppe von Anfang an die stärksten Beschwerden hatte. Eine Spritze mit Kortison ins schmerzende Areal ist schon eine recht invasive Methode und zu der entschließen sich Arzt und Patient erst, wenn’s richtig weh tut.)

Auch sehr wirksam: „Wait and See“

Die dritte Methode ist sehr typisch für die holländische Allgemeinmedizin und wurde in der o.g. Studie als dritte Alternative getestet: „Wait and see“ – Abwarten und schauen. Das bedeutet natürlich, dass der Patient über die Ursachen seiner Krankheit aufgeklärt ist.

Was hilft am besten?

Das Ergebnis der holländischen Studie: Die Kortisoninjektion hilft am schnellsten, aber nach einem Jahr liegen Krankengymnastik und „wait and see“ gleichauf.

Die Autoren der Studie aus dem Jahre 2002 plädieren dafür, dass Patient und Arzt eine der drei Möglichkeiten: Kortisonspritze, Wait and See oder Krankengymnastik in einer gemeinsamen Entscheidung auswählen.

Deutsche Bandagen

In Deutschland werden häufig noch verschiedene Bandagen verordnet. Epicondylitisspangen entlasten die Sehnenansätze am Epicondylus, andere führen durch entsprechende Strukturen zu einem der Friktionssmassage ähnlichen Effekt.

Diclofenac und Ibuprofen

Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente wie z.B. Ibuprofen oder Diclofenac helfen vor allem anfangs, die Arbeitsfähigkeit zu erhalten bzw. die Schmerzen zu lindern.

Arbeitsplatz

Natürlich muss immer wieder auch diskutiert werden, wie der Arbeitsplatz des Patienten so gestaltet werden kann, dass zukünftige Überlastungen vermieden werden. Oft sind nur kleine Änderungen wie z.B. eine ergonomische Tastatur ausreichend.

Akupunktur und Ultraschall unwirksam

Ultraschall oder Laserbehandlung sind nicht effektiv. Auch Akupunktur und Stoßwellenbehandlung konnten ihre Wirksamkeit in wissenschaftlich fundierten Studien bisher nicht nachweisen.

Operation

Mit einer systematischen Therapie können etwa 90 % der Patienten mit einem Tennisellenbogen in der Hausarztpraxis geheilt werden, die verbliebenen 10 % müssen nach einem halben bis einem Jahr erfolgloser Therapie operiert werden.

Die häufigste Operation ist die nach dem einem Münchener Orthopäden benannte Hohmann’sche Operation. Nach einem kleinen Hautschnitt werden die Sehnenansätze der Fingerstrecker am Epicondylus eingekerbt, nicht durchtrennt. Dadurch entsteht vermutlich eine Zugentlastung – die Sehnen ziehen mit etwas verminderter Kraft. Etwas seltener wird die Denervierungs – Operation durchgeführt – nach Durchtrennung der Nervenendingungen im Bereich des Epikondylus ist der chronische Schmerz ausgeschaltet. (Auch die Hohmannsche Operation ist immer mit einer gewissen Durchtrennung von Nerven verbunden, manchmal wird auch die Hohmannsche mit der Denervierungsoperation kombiniert.)

Rheuma online zum Thema

Zusammenfassung der holländischen Studie zum Tennisellenbogen auf Englisch auf PubMed: „Corticosteroid injections, physiotherapy, or a wait-and-see policy for lateral epicondylitis: a randomised controlled trial.“

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Medizinische Mythen sind weit verbreitet – nicht nur unter medizinischen Laien. Einige davon haben zwei amerikanische Ärzte im renommierten britischen Fachblatt British Medical Journal unter die Lupe genommen.

Acht Glas Wasser am Tag?

„Jeder Mensch muss eine bestimmte Menge Wasser am Tag trinken“ – dieser Mythos ist weit verbreitet – aber völlig unbewiesen. Offensichtlich reicht die übliche Aufnahme von Flüssigkeit über die Nahrung, Milch, Kaffee, Tee und dergleichen völlig aus. Folgen Sie Ihrem Durst, irgend etwas anderes wurde nie bewiesen.

Nutzen wir nur 10 % unseres Gehirns?

Diese Meinung wird Albert Einstein zugeschrieben. Bewiesen wurde Sie nie.

Wachsen Haare und Nägel nach dem Tod weiter?

Nein, tun sie nicht! Allerdings kann es so scheinen, weil die Haut durch Austrocknung nach dem Tod schrumpfen kann und die Haare und Nägel dadurch länger scheinen, weil die Haut sich von ihnen zurück zieht.

Wachsen Haare schneller nach, wenn man sie rasiert?

Das hoffen männliche Teenager, wenn sie heimlich Papas Rasierapparat benutzen und befürchten weibliche, wenn sie ihre Beine rasieren. Aber auch dieser Mythos stimmt nicht – und die Haare werden auch nicht dunkler oder dicker.

Verdirbt Lesen im Dunkeln die Augen?

Auch dafür gibt es keinen Anhalt! Die Augen zeigen Anzeichen der Übermüdung – Brennen und Schwierigkeiten bei der Nahanpassung (Akkomodation), die gehen aber nach kurzer Zeit wieder zurück. Tatsache aber ist: Menschen in akademischen Berufen sind häufiger kurzsichtig als die durchschnittliche Bevölkerung. Die Ursache hierfür ist unbekannt.

Macht Putenfleisch besonders müde?

Der Truthahn gehört bei vielen amerikanischen Familienfeiern obligat zum Festtagsmahl. Die gebratenen Vögel sind so riesig, dass amerikanische Backöfen größer sein müssen als europäische. Opulente Mahlzeiten machen nun mal müde, egal ob Truthahn- oder Schweinebraten, es kommt nur auf die Menge an.

Die Hypothese, dass Truthahnfleisch mehr Tryptophan enthalte als Rinder-, Hühner- oder Schweinefleisch ist widerlegt. Außerdem enthalten Käse, Milch und Schokolade weitaus mehr davon als jedes Fleisch.

(Tryptophan ist eine Aminosäure, die in hoher Dosis schlaffördernd und stimmungsaufhellend wirken kann.)

Schaden Handys im Krankenhaus?

Obwohl die Autoren auch hier von einem medizinischen Mythos sprechen, zeigen ihre eigenen Zahlen doch ein etwas anderes Bild.

Die Mayo Clinic, eine amerikanische gemeinnützige Krankenhausorganisation, führte 2005 einige hundert Versuche mit verschiedenen medizinischen Geräten und verschiedenen Mobiltelefonen durch. Immerhin: In 1,2 % der Fälle ergaben sich klinisch bedeutsame Störungen durch den Gebrauch der Handys im Krankenzimmer. Der Gebrauch von Handys im Krankenhaus ist also zu rund 99 % sicher. Europäische Studien zeigten zudem: Ist der Abstand vom Handy zum Medizingerät größer als einen Meter, ist eine Störung fast ausgeschlossen.

BMJ: Medical myths

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Eine englisch-amerikanische Forschergruppe der Cambridge Health Alliance untersuchte die Wirksamkeit von Akupunktur bei Armschmerzen, die durch monotone Tätigkeiten hervorgerufen werden.

Solche Schmerzen sind z.B. als Tennisellenbogen bekannt.

Akupunktur versus Scheinakupunktur

123 Patienten wurden per Los entweder einer Gruppe mit echter Akupunktur oder einer zweiten mit Scheinakupunktur zugeteilt.

Die Scheinakupunktur wurde mit sogenannten „Streitberger-Nadeln“ durchgeführt. Diese funktionieren wie ein Dolch im Theater oder einem Zauberkunststück: Die Spitze berührt die Haut, aber die Nadel dringt nicht ein, sondern schiebt sich teleskopartig zusammen. Der Patient hat also den Eindruck, er werde akupunktiert, die Nadel kann aber keine Akupunktureffekte auslösen, weil die Haut intakt bleibt.

Es wurden acht Behandlungen in 4 Wochen durchgeführt. Der Effekt der Behandlung wurde nach zwei, vier und acht Wochen beurteilt. Entscheidend für die Beurteilung war der Schmerz, aber auch Gesichtspunkte wie Beweglichkeit und Kraft beim Händedruck wurden berücksichtigt.

Weniger Schmerzen unter Placebo

Das Ergebnis der Untersuchung: Die Gruppe mit der Scheinakupunktur hatte nach vier Wochen weniger Schmerzen als die Gruppe mit der echten Akupunktur. Nach weiteren vier Wochen waren die Beschwerden in beiden Gruppen gleich.

Das Resultat spricht nicht dafür, dass Akupunktur bei Armbeschwerden wirksam ist.

Quellen

Acupuncture for Treatment of Persistent Arm Pain Due to Repetitive Use: A Randomized Controlled Clinical Trial, Zusammenfassung auf der Website: BioInfoBank Library

Zusammenfassung der Studie auf PubMed

The Clinical Journal of Pain, Ausgabe März/April 2008:

Acupuncture for treatment of persistent arm pain due to repetitive use: a randomized controlled clinical trial.

Goldman RH, Stason WB, Park SK, Kim R, Schnyer RN, Davis RB, Legedza AT, Kaptchuk TJ.
(Department of Medicine, Cambridge Health Alliance, Cambridge, UK)

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