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Posts Tagged ‘Dermatitis solaris’

Der Sonnenbrand ist eine Verbrennung der Haut durch die UV-Strahlung der Sonne oder einer künstlichen UV-Quelle wie z.B. eines Solariums.

Medizinische Fachbegriffe: Erythema und Dermatitis solaris

Die Haut rötet sich, in der Medizin wird der Sonnenbrand daher auch Erythema solaris genannt (von griech.: ἐρύθημα, erythema – Röte und lateinisch sol – die Sonne). Ein weiterer medizinischer Fachbegriff ist der Ausdruck Dermatitis (=Entzündung der Haut) solaris.

Nach 24 Stunden brennts am schlimmsten

Im Gegensatz zu einer Verbrennung durch Hitze entwickelt sich die Rötung mit einer gewissen Latenzzeit: Erst 3-5 Stunden nach dem Sonnenbad fängt der Sonnenbrand an, nach 12 bis 24 Stunden ist er voll entfaltet. Bilden sich auch Blasen, spricht man von einem Sonnenbrand 2. Grades, ist nur eine Rötung sichtbar, handelt es sich um einen Sonnenbrand 1. Grades.

Sonnenbrände sind schmerzhaft, manchmal jucken sie auch.

Krebsrisiko erhöht

Sonnenbrände – vor allem in der Kindheit – erhöhen das Risiko, an einem malignen Melanom, dem sehr bösartigen schwarzen Hautkrebs, zu erkranken.

Kühlung und Kortisoncremes lindern

Kühlung hilft in jedem Fall, feuchte, saubere Tücher sind zu bevorzugen. (Eis kann weitere Schädigungen der Haut hervorrufen!).

Traditionsgemäß, aber nicht durch Studien gesichert, ist der Einsatz von mittelstarken bis starken Kortisonsalben. Dazu muss man aber den Hausarzt aufsuchen, weil solche Präparate verschreibungspflichtig sind.

Bei Blasen zum Hausarzt

Den Hausarzt aufsuchen sollte man in jedem Fall, wenn sich Blasen gebildet haben – hier kommt es auf einen sterilen Verband an, möglicherweise ist es sinnvoll, die Blasen steril (durch den Arzt) zu eröffnen. Bei ausgedehnter Blasenbildung ist Behandlung in einem Krankenhaus erforderlich.

Schmerzmittel

Oft werden sogenannte Nichsteroidale Entzündungshemmer – das sind Rheumamittel wie Diclofenac oder Ibuprofen – empfohlen. Nach neueren Untersuchungen wirken diese aber auch nicht besser als ganz gewöhnliche Schmerzmittel. Aus diesem Grunde kann man auch Paracetamol (u.a. Ben-u-ron®) oder Acetylsalicylsäure (u.a. Aspirin®) gegen die Schmerzen nehmen.

Vorbeugung: Welcher Hauttyp sind sie?

Die Verträglichkeit der Sonne richtet sich nach dem Hauttyp: Rotblonde mit Sommersprossen sind erheblich empfindlicher als Schwarzhaarige mit braunen Augen. (Welcher Hauttyp sind Sie ?)

UV-Index: Sonnenbrandwarnung vom Wetterdienst

Die UV-Strahlung ist im Sommer am Äquator wesentlich höher als im Winter in Norddeutschland, ein hoher UV-Index UV-Index zeigt eine hohe Sonnenbrandgefahr an.

Schatten und Kleidung

Der Schatten schützt, aber nur zu 50 %. Vor allem am Wasser und im Schnee muß noch mit zusätzlicher Reflektion der UV-Strahlen gerechnet werden.

Am besten schützt Kleidung: Ein Hut mit breiter Krempe, u.U. noch mit Nackenschutz, langärmelige Hemden und eine lange Hose.

Sonnenfrei zwischen elf und drei

Zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Strahlung am stärksten: Empfindliche Menschen mit noch nicht an Sonne gewöhnter Haut und vor allem Kinder bleiben bei praller Sonne am besten im Haus.

Sonnencremes nur mit Breitbandwirkung

Sonnencremes und andere Lichtschutzmittel müssen einen ausreichend hohen Lichtschutzfaktor (mehr als 15) haben, nach dem Baden und alle 2 Stunden erneut, vor allem auch nicht zu sparsam, aufgetragen werden. Man sollte Mittel wählen, die gegen UV-B und UV-A wirken.

Quellen

P. Altmeyer: Enzyklopädie der Dermatologie, Online Version, 2008, Stichwort: Dermatitis solaris

Bildnachweis

Pixelio.de: Sonnenbrand

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