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Posts Tagged ‘Liquid X’

Gammahydroxybuttersäure (GHB) wird illegal als Droge unter vielen Namen gehandelt: Liquid X, Liquid Ecstasy, Liquid E, G-Juice u.a..

Die sog. „k.o. – Tropfen“ sind oft identisch mit GHB. K.o.- Tropfen werden unbemerkt alkoholischen Getränken junger Frauen zugemischt, in der Absicht, sie anschließend zu vergewaltigen.

In der Medizin hat GHB nur noch eine untergeordnete Bedeutung: Als Narkosemittel z.B. bei Kaiserschnittentbindungen (Somsanit®) oder als Medikament zur Behandlung der Narkolepsie (Xyrem®). Der Einsatz als Schlafmittel, als Medikament zum Entzug bei Alkohol- und Morphinabhängigkeit wurde wegen der gravierenden Nebenwirkungen aufgegeben.

Früher war GHB in der „Bodybuilderszene“ beliebt, weil es den Muskelaufbau durch Stimulation des Wachstumshormons fördern sollte, was allerdings nie eindeutig bewiesen wurde.

GHB unterliegt seit 2002 in Deutschland dem Betäubungsmittelgesetz.

Tod durch Atemlähmung

Der Gebrauch von GHB kann akut und völlig unvorhersehbar zum Tod durch Atemlähmung führen. Die Gefahr besteht besonders im Zusammenwirken mit Alkohol, Morphium und Heroin sowie verschiedenen Medikamenten, die zur Behandlung von AIDS eingesetzt werden. Riskant ist illegal erworbenes GBH, weil die genaue Reinheit der Substanz und damit die verabreichte Dosis nicht bekannt ist.

Als „Partydroge“ wird GHB in der Regel als Flüssigkeit in kleinen Plastikflaschen verkauft. Es schmeckt salzig, manchmal auch seifig.

Bei niedriger Dosierung steht die gute Laune (Euphorie) im Vordergrund, bald tritt die hypnotische (einschläfernde) und schnell auch die narkotische (bewußtlos machende) Wirkung hinzu. Verwirrtheit, Übelkeit, Erbrechen und Störungen der Atmung sind häufige Probleme. Muskelkrämpfe, Atemnot und Muskelschmerzen werden ebenfalls als Nebenwirkungen berichtet.

Die Wirkung tritt 15 bis 30 Minuten nach der oralen Aufnahme ein und hält etwa zwei bis vier Stunden an. Häufig besteht eine ausgeprägte Amnesie für das, was während des GHB-Rauschs vorfiel. Bisweilen treten auch bizarre Verkennungen der Realität und entsprechende Erinnerungen auf. Diese Tatsache machen sich natürlich die Vergewaltiger zunutze, um sich von Tatvorwürfen zu entlasten.

GHB ist nur kurze Zeit nach der Einnahme nachweisbar – im Urin ca 12, im Blut nur rund 8 Stunden. Die Substanz wird vollständig zum körpereigenen Neurotransmitter Gammaaminobuttersäure (GABA) abgebaut. Bei dem Verdacht auf eine Vergewaltigung unter GHB-Einfluss ist es also wichtig, möglichst bald Blut- und Urinproben zur späteren Untersuchung zu sichern. (Die Untersuchung auf GHB ist eine Spezialuntersuchung und wird nicht im normalen Drogenscreening in Klinik oder Arztpraxis erfasst.) Vor allem nach mehrfachem Gebrauch ist GHB in den Haaren nachweisbar, dort allerdings auch noch nach Monaten.

Lösungsmittel als Vorläufersubstanz

GBL ist die Abkürzung für Gammabutyrolacton, diese Substanz wird im Körper recht zügig in GHB umgewandelt. Während GHB jedoch dem Betäubungsmittelgesetz unterliegt, wird GBL in großem Maßstab in der chemischen Industrie als Lösungsmittel und Grundsubstanz verschiedener chemischer Synthesen genutzt.

Ebenso wie GHB wird auch GBL auf dem Drogenmarkt gehandelt.

Sucht

GHB kann vermutlich psychische und physische Abhängigkeit erzeugen, die Entzugssymptome und möglichen Komplikationen beim Entzug (Delir, Krampfanfälle) erinnern an die Alkoholabhängigkeit.

Drogenhilfe Köln – Partypack.de

Deutsches Ärzteblatt: „Sexualisierte Gewalt: Wie der Verdacht auf „K.-o.-Tropfen“ bewiesen werden kann“

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